Nazi-Verfolgte und ihre Musik - Dokumentation von NZZ Format 1994

Hochgeladen am: 20.12.2016 - 1.201 Aufrufe

★★★ Super Amazon Angebote ★★★ Drei Reportagen zeigen die Schicksale von Musikern, die auf ganz verschiedene Weise Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Im März 1943 deportierten die Nazis den tschechischen Opernsänger Karel Berman ins Konzentrationslager Theresienstadt. Berman, der als Leichenträger arbeiten musste und später Auschwitz überlebte, war als Komponist, Dirigent und Sänger massgeblich am legendären, von den Nazis zu Propagandazwecken erlaubten Kulturleben im Lager beteiligt. – Der Komponist Berthold Goldschmidt galt als eine der großen Hoffnungen der deutschen Musik vor 1933. Die Emigration rettete ihn vor dem KZ, beendete aber auch seine brillant begonnene Karriere mit einem Schlag. 60 Jahre lang war der Komponist Goldschmidt so gut wie vergessen. Erst jetzt, mit 92 Jahren, feiert er eines der erstaunlichsten Comebacks der Musikgeschichte. In Swiss made: Der Tenor Joseph Schmidt, der in den dreißiger Jahren mit «Ein Lied geht um die Welt» und «Heut ist der schönste Tag in meinem Leben» weltberühmt wurde. 1942 gelangte Schmidt, der seit 1938 in der Emigration lebte, unter abenteuerlichen Umständen in die Schweiz – illegal und mittellos. Das Flüchtlingslager Girenbad im Kanton Zürich wurde sein letztes, elendes Quartier. Am 16. November 1942 starb Schmidt an Herzversagen, zwei Tage nach einem Spitalbesuch: Für den untersuchenden Arzt war Schmidt ein Simulant. Abonniere NZZ Format: